Schwanger im Ausland ?

Die Geburt im Ausland zu realisieren und zuvor schwanger zu reisen ist für einen Großteil der Menschen unvorstellbar – jedoch nicht unmöglich! Hier erfahrt ihr, wie wir es angestellt haben. 

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Während der Reise schwanger zu werden oder ...

schon schwanger in die Welt zu ziehen und ein Kind nicht im Heimatland zu bekommen war einer unserer größten Wünsche. Aber zwischen Wunsch und Planung bis zur Realisierung liegen Welten. Die Welt in der wir lebten, ist auf diese Art ,,Verrücktheit“ nicht eingestellt. 

Wer ebenso den Wunsch trägt, die Geburt im Ausland zu realisieren, der wird auf dieser Seite nützliche Hinweise, Informationen zur Planung und Hilfestellungen anhand unserer Erfahrungen und Erlebnisse finden.

Ein paar Worte von uns ...

Liebe Leserinnen und Leser,

jeder muss sich gut überlegen, ob es für ihn vorstellbar ist, schwanger in der Welt zu reisen und die Geburt im Ausland zu gestalten. Wir teilen euch an dieser Stelle mit, dass wir hier niemanden überreden wollen. Keinesfalls und niemals! – wir geben unsere Ratschläge, Informationen weiter und teilen unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit den Leuten, die sich schon lange entschieden haben, schon auf Reise sind oder das gleiche vor haben wie wir. Und diesen Menschen geben wir mit: ,,Leute… Es lohnt sich so sehr…!“

Und dennoch, die oberste Prämisse muss sein, die Art der Reise vom Verlauf der Schwangerschaft abhängig zu machen aber die Zeit für sich als Paar und die beginnende Familie in der großen weiten Welt zur Verfügung zu haben. Es ist eines der Gefühle, welches nicht zu greifen ist. Alles ist möglich! Fühlt euch stark, plant alles sehr gut und felsenfest, sodass keine Komplikationen entstehen können. Millionen von Menschen bekommen in anderen Ländern auch Kinder!

Liebe Grüße

Markus und Anna

How to plan - Vor oder während der Reise schwanger werden

In erster Linie ist alles immer in Abhängigkeit davon zu sehen, wie das ,,Klappen“ oder das Eintreten einer gewünschten Schwangerschaft funktioniert. Bei einem Paar klappt es im ersten Monat nach Entschluss, ein anderes braucht ein paar Monate. Grundsätzlich gibt es eine gewaltige Entscheidung zu treffen. Will ich vor Reisebeginn oder während der Reise schwanger werden? Hiernach richtet sich die Planung eurer Reise! Denn eines geht unserer Meinung nach auf keinen Fall – ohne festen Plan schwanger reisen! Wer Lust hat zu zweit zu starten und sich in der Welt treiben zu lassen, dem empfehlen wir es zu genießen. Ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft muss man sich an die ,,Spielregeln“ des bald kommenden Kindes halten. 

Wir gestalteten unseren Kinderwunsch so, dass wir die Schwangerschaft vor Reisebeginn und noch in Deutschland anstrebten. So funktionierte es auch. Ob es für den ein oder anderen als Vorteil empfunden wird wissen wir nicht aber die Voruntersuchung des ersten Trimesters, durch unsere gewohnte Gynäkologin, wollten wir auf diese Weise noch wahrnehmen. Nicht aus dem Grund, dass es dies in anderen Ländern nicht gibt, sondern wahrscheinlich mehr um uns, als first time parents, auch etwas die Angst vor dem Ungewissen zu nehmen. Jedenfalls gaben uns die ersten sicheren Befunde ein schönes Gefühl und wir sind ohne Bauchschmerzen im vierten Schwangerschaftsmonat aus Deutschland abgereist.

Unserer Meinung nach ist es zwingend, sich ab dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Schwangerschaft um folgende Dinge zu kümmern:

  • eine grobe Reiseroute mit kleineren Etappenzielen mit medizinischer Versorgung
  • um den Ort der Geburt
  • das Visum oder die Aufenthaltsgenehmigung
  • die Tatsache, wie ich mich am Ort organisiere und wie ich dort hin gelange
  • Hebammen für Hausgeburt, Geburts- oder Krankenhäuser 
  • und einen längeren Aufenthalt von mehreren Monaten in einem Land

Auch Fragen welche den Verlauf der Schwangerschaft betreffen müssen beachtet werden. Läuft sie unkompliziert und reibungslos ab oder benötige ich immer medizinischen Dienst und potenzielle Hilfe in der Nähe? Welche Dokumente brauche ich für mich und das Neugeborene, um einen Reisepass zu bekommen? Wann reise ich in das Land ein und wann kann ich es mit den Neugeborenen wieder verlassen, sind existentielle Dinge. Wir planten die Geburt in einem Land in welchem wir uns ohne großen Visaaufwand, problemlos für 1 Jahr hätten aufhalten dürfen. Sicher ist nicht immer ein ganzes Jahr notwendig, dennoch wir wollten damit jeglichen Stress vermeiden.

Ab der 30. Schwangerschaftswoche planten wir den Aufenthalt mit einer Unterkunft in französisch Polynesien, um hier 10 Wochen vor Geburtstermin und die Monate nach der Geburt verweilen zu können. Wir empfanden es und daher auch unsere Planung unter diesem Gesichtspunkt, als Vorteil dies von Deutschland aus zu erledigen und diverse Dinge von unserem Heimatland zu organisieren. Leider kam es während der Corona Pandemie anders als gedacht und wir mussten stark umstrukturieren und von Neuem mit der Planung in einem anderen Land beginnen. 

Wir wollen an dieser Stelle auch auf ein traurigeres Kapitel aufmerksam machen! Setzt euch damit auseinander, dass bei Untersuchungen nicht immer alles positiv verlaufen könnte. Welche Entscheidung trefft ihr dann? Vor oder während der Reise? Setzt euch gut mit diesem Gedanken auseinander. Bei solchen unsagbar schweren Entscheidungen, alleine als Paar in einem fremden Land. Könnt ihr das stemmen, verarbeiten, oder könntet ihr möglicherweise einfach wieder zurück nach Hause?

Reisen durch Neuseeland im Van von der 23. bis zur 29. Woche
Maitai Bay
Maitai Beach - in der 27. Woche
Auckland Domain - 33. Schwangerschaftswoche

Versichert sein?!

Die Angebote der Versicherungen reichen vom Basisschutz bis hin zum ,,Allround“ Programm. Wichtig ist es sich vorher über zwei Dinge Gedanken zu machen. 

1. Abschluss der Versicherung, wenn man bereits schwanger ist oder zuvor
2. Geburt mit versichern ja oder nein?

Dies hat folgenden Hintergrund: Einige Unternehmen versichern gar nicht mehr wenn man bereits schwanger ist! Beispielsweise die Hanse Merkur. Der ADAC versichert noch wenn die Schwangerschaft bereits besteht, klammert aber hierbei die einfache unkomplizierte Geburt aus. Das heißt, für den unglücklichen Fall einer Früh- oder Fehlgeburt vor der 36. Schwangerschaftswoche, seid ihr finanziell abgesichert. Für einfache Vorsorgeuntersuchungen wie Ultraschall oder Blutuntersuchungen der Mutter kommt ihr selbst auf.
Wiederum andere Anbieter bieten finanzielle Sicherheit bis ins Kleinste, hierbei muss die Mutter allerdings die Voraussetzung erfüllen, schon vor der Geburt des Kindes für mindestens 12 Monate Mitglied der Versicherung zu sein. Solche Angebote sind selbstverständlich auch um einiges teurer als der Basisschutz. Hierbei reden wir nicht nur von ein paar Hundert Euro mehr, sondern um ca. das Vierfache einer üblichen Auslandskrankenversicherung.
Wer die Wahl hat, hat also die Qual.
Grundsätzlich muss man für sich gut überlegen: Wie stelle ich mir die Geburt vor? Brauche ich während meiner Schwangerschaft viel Betreuung? Sich natürlich auch im Klaren sein, ob man ein gewisses Risiko eingehen kann und möchte. Und dann daran denken, wer sich dazu entscheidet die Geburt nicht mit zu versichern, der muss die Kosten im Reisebudget mit verankern und auch einen dicken Puffer für eventuelle Notfälle bereit halten!

Wir haben uns beim ADAC kranken versichert, welcher die Kosten bis zur 36. Schwangerschaftswoche übernimmt. Hier wollen wir auch noch anfügen das der ADAC eine Selbstbeteiligung von 100 € hat, was wir im Nachgang nicht wieder so abschließen würden, uns aber bei der Vorbereitung einfach entfallen ist. Der ADAC übernimmt die finanzielle Belastung der Geburt – wie bereits erwähnt – nicht, sodass wir uns entschlossen einen Betrag im Reisebudget zur Seite zu packen. Wir hinterlegten uns einen Puffer, um davon Hebamme, das Geburtshaus/Krankenhaus und die nachgeburtlichen Untersuchungen zu bezahlen. Auch ein Puffer für den misslichen Umstand einer Komplikation während der Geburt sollte hier mit eingeplant werden, da zum Beispiel auch die Möglichkeit eines Kaiserschnittes bestehen könnte. 

Das Wichtigste in Kürze!

  • Datum Versicherungsabschluss und Reiseantritt!
  • Bin ich während des Versicherungsabschlusses schon schwanger oder nicht?
  • Welche Kosten werden in meiner Versicherung übernommen und welche nicht? Notkaiserschnitt, Fehlgeburt, Vorsorge etc.
  • Habe ich einen 24 Stunden Telefonhotline oder Mailkontakt um Fragen zu klären?
  • Selbstbeteiligung ja/nein?
  • Wie funktioniert das Verfahren zum Einreichen der Kosten und Anträge – Online oder postalisch?

Die Kosten im Reisebudget

Wessen Krankenversicherung die Kosten der Geburt und der restlich anfallenden Untersuchungen übernimmt, der wird den Betrag schon bei Vertragsabschluss und in der Regel vor Reiseantritt zahlen müssen. Wer die Geburtskosten eigenständig übernehmen will, der sollte sich für einen Puffer im Reisebudget schaffen. Im folgenden seht ihr eine Beispielrechnung. 

Beispielrechnung incl. Schwangerschaft

Budget                                      + 19.000 €

Impfungen                                     – 500 €

Visa                                                – 500 €
Rucksäcke                                     – 500 €
Flüge / Bahn / Schiff                – 1.100 €
Transporte                                     – 300 €
Mieten                                            – 300 €

Schwangerschaft                       – 1.000 €

Geburt im Ausland                      – 4.000€

Sicherheitspuffer                       – 2.000 €

 

Einnahmen durch Arbeit           + 1.500€

Zwischensumme                     +10.300€

Anzahl der Reisetage                       180 t

Tagesbutget                                     57,22 

Voruntersuchungen vor Reisebeginn

Die Entscheidung, sich vor der Reise noch einmal abchecken zu lassen muss jeder für sich treffen. Wer die Schwangerschaft während des Reisens anstrebt, der wird sich, sofern man sich hierzu entscheidet, in einem anderen Land untersuchen lassen müssen. Prinzipiell sind wir Befürworter der Untersuchungen und regelmäßigen Check Ups – finden allerdings, dass ziemlich viel Unsicherheit suggeriert wird. 

Wir planten unsere Schwangerschaft so, um im ersten Trimester noch in Deutschland Untersuchungen mitmachen zu können. Verschiedene Tests und Check Ups wie einen regelmäßigen Ultraschall, Toxoplasmose, Antikörpersuchtests, Röteln-Antikörper oder andere serologische Untersuchungen haben wir machen lassen, weil es letzten Endes noch von unserer gesetzlichen Krankenkasse gezahlt wurde. Ob dies nun zwingend notwendig war, wissen wir im Nachgang selbst nicht. Oft ist es doch einfach nur ein schönes Gefühl für die Eltern, dass man weiß: Es ist alles in Ordnung. Man bekommt einen Bezug zum Bauchbewohner, wenn man ihn ab und zu mal auf Bildern zu sehen bekommt.

Wir machten auch die Erfahrung, dass die Gynäkologin schnell von unserer sauberen und sicheren Reiseplanung überzeugt war, sodass sie uns auch unterstützt, uns geholfen und sich sogar mit uns gefreut hat.  

Ist fliegen möglich?

Prinzipiell fliegen fast alle Fluggesellschaften mit schwangeren Frauen bis zu einer bestimmten Woche der Schwangerschaft. Wer die 30. Woche der Schwangerschaft überschreitet, dem empfehlen wir, die Konditionen der Airline zu überprüfen, da nicht alle Fluggesellschaften mit „hoch“schwangeren fliegen. Vor der 30. Schwangerschaftswoche solltet ihr, bei den gängigsten Aiirlines, keine Probleme bekommen. Natürlich gilt auch hier, schätzt euch selber gut ein. Langzeitflüge sind anstrengend, auch wenn man nicht schwanger ist. Wir haben, je später die Schwangerschaft fortgeschritten war die Flugstrecke umso kürzer gestaltet. Wer die 30. Woche überschreitet, muss in der Regel ein ärztliches Attest vorweisen, welches zeigt, dass man in der Lage ist, die anzutretende Flugstrecke zu bewältigen. 

Während unserer Reise hatten wir damit auch Kontakt, da wir beabsichtigten in der 30. Schwangerschaftswoche 5 Stunden von Auckland nach Tahiti zu fliegen. Als wir Kontakt mit Air New Zealand aufnahmen, teilten sie uns gleich mit, dass wir einen Arzt aufsuchen müssen, welcher uns bescheinigt, noch flugtauglich zu sein. 

Ich reise und achte immer auf...

In erster Linie zählt: ,,Das Reisen und Touren wird immer von der körperlichen Verfassung abhängig gemacht!“ Wir sind der Meinung, dass niemand seinem Körper während der Schwangerschaft etwas abverlangen sollte. Jeder muss einschätzen können, ob weiter zu machen realisierbar ist oder nicht.

An einem Tag fühlt man sich super und will einen Walk oder Track laufen und an einem anderen Tag schmerzen Knie, Bauch und der Kreislauf kommt nicht in Schwung, sodass man besser liegend die Tage verbringt und pausiert. Man muss auf seinen Körper hören, ihn achten und einschätzen können. Im Folgenden findet ihr einen Auszug aus unserem Reisetagebuch, der besser illustrieren soll, was wir meinen.

Ausschnitt  vom  Reisetagebuch: 27.Februar 2020

Der Weg führt uns nach Norden eine viertel Stunde am Strand entlang, vorbei an Viehweiden und dumm drein schauenden Kühen bis wir rechts auf die Mc Callums Mill Road auffahren müssen…

– die Caves sind auch ausgeschildert –> wir passieren ein paar Minuten später das Schild des KAHURANGI National Parkes und diversen Warnungen ; 14 km Schotterpiste durch Serpentinen und dichten Dschungel in genau einer halben Stunde bis zum Parkplatz – schon dies war ein Abenteuer!

– nach 45 Minuten holpriger Autofahrt am Parkplatz angekommen belagert uns eine WEKA Ralle; wir beginnen den Operara Arch Track zu laufen –> HAMMER! wir laufen, vergessen die Zeit und brauchen gefühlt eine halbe Ewigkeit durch das dichte Grün und die schmalen Wege; an jeder Ecke lauert eine Überraschung, da wir direkt an und um den Fluss laufen; so satte Farben von Moosen, Farnen, Bäumen und dem von Huminsäuren braun gefärbten Fluss haben wir noch nie gesehen… kleine Vögel die so wild sind, dass sie einem durch die Beine fliegen. Wir durchlaufen ein Dickicht, welches uns an den Amazonas erinnert, bis wir sie sehen .. 

eine riesige Cave ..keine Ahnung wie hoch und wie weit , da über ihr Bäume wachsen können wir das Wurzelwerk von unten sehen – DAS MUSS MAN GEMACHT HABEN; uns sind vllt 4 Leute entgegen gekommen, ansonsten waren wir allein !

– auf dem Rückweg dieses Tracks sinnieren wir den Moria Gate / Mirror Tarn Track zu laufen

– ca eine Stunde vom Parkplatz beginnend brachen wir für diesen Rundlauf bis wir an der Moria Gave ankommen 

als ich mit Mutt telefoniert hab fragte sie ob wir nicht ganz dicht sind

– um zum Moria Cave zu kommen muss man tief in die Höhle hinab steigen und Felsbrocken herunter klettern eh man in der Höhle und am Flusslauf ankommt; angekommen jedoch – blickt man links und rechts aus der Höhle heraus und sieht neben dem braunen Fluss den dichten Dschungel, in welchem er als bald auch wieder verschwindet 

– MEGA ! Wir verweilen eine dreiviertel Stunde , krabbeln aus dem Cave hinaus und gehen dann zum Auto zurück ; danach (mittlerweile ist es 13:10 Uhr) essen wir was; die WEKA sitzt neben mir wie ein Hund und wartet, begleitet mich auch zum Auto 🙂

Weshalb erzählen wir hiervon?

Erst im Nachgang, als wir dies der Familie und Freunden erzählten, war die Nachfrage nach dem Leichtsinn groß. Mit schlechtem Empfang waren wir mindesten drei Autostunden von der nächsten leicht erreichbaren medizinischen Versorgung entfernt. Waren wir einfach zu leichtsinnig? 

Wir wollen bezügliche des Themas sensibilisieren und aufmerksam machen. Überlegt euch gut ob euer Vorhaben realisierbar ist oder nicht. Hört auf euch und euren Körper und macht euch Gedanken. Wir können zurückblicken und sind fest der Überzeugung, dass dieser Ausflug völlig in Ordnung war. Es gab keine Komplikationen, im Notfall wäre Hilfe verfügbar, wenn diese auch per Hubschrauber hätte sein müssen. 

Was man zuvor beatrchtet:

  • Schafft mein Körper was ich vorhabe
  • Schnelle medizinische Versorgung in der Nähe? Oder wie bekomme ich diese.
  • immer auf Empfang – im Notfall mit dem Handy einen Notruf absetzen können
  • Welche Fahrtstrecken sind schaffbar und von welchen sehen wir ab?
  • Laufwege oder Laufstrecken? Höhenmeter 

Medikamente...

Wir denken, dass jeder Reisende seine Medikation, insofern er bestimmte Präparate einnehmen muss, nicht vernachlässigen wird. Dennoch erinnern wir zum einen gern daran, dass immer alles dabei sein sollte und zum anderen, dass man sich vor Reiseantritt um einen kleinen Vorrat kümmert! Schlimm wäre die Vorstellung unterwegs zu sein und die dringend benötigte Medikation nicht vorrätig zu haben. Falls Medikamente unterwegs ausgehen haben wir die Erfahrung gemacht, dass es so ziemlich alles, überall auf der Welt gibt. Vieles sogar ohne Verschreibungspflicht des Arztes. In Neuseeland dürfen zum Beispiel Krankenschwestern und Hebammen auch etliches an Medikamenten verschreiben.

... und Impfungen

Wie auf der ,,Impfungen“- Seite der Reisevorbereitung zu lesen, empfiehlt sich vor Reiseantritt einen Impfplan vom Hausarzt erstellen zu lassen! Hier kann individuell abgeklärt werden, welche Länder bereist werden sollen und welche Impfung dazu empfohlen wird.

An dieser Stelle wollen wir noch auf den Punkt aufmerksam machen, dass bestimmte Impfungen während der Schwangerschaft nicht gemacht werden. Beispielsweise wurden wir gegen Thyphus, Meningokokken oder Tollwut vor der Schwangerschaft geimpft.  Was wir leider nicht mehr realisieren konnten, waren die Impfungen gegen Gelbfieber und Cholera. Nicht das man diese Impfungen während der Schwangerschaft nicht haben könnte. Es gibt nicht genügend Langzeitstudien dazu, weshalb während der Schwangerschaft einfach davon abgeraten wird. Auch das Neugeborene muss im Reisebudget berücksichtigt werden! In Neuseeland sind die Impfstoffe für alle Kinder kostenfrei. Wir bezahlen lediglich die Schwester, welche die Impfung verabreicht mit 30 NZ$.

Produkte für mich und mein Kind

Welche Pflegeprodukte nehme ich mit und welche lege ich mir unterwegs zu? Welche Textilien nehme ich für das Neugeborene mit? Lege ich mir ein Tragetuch zu? Diese und weitere Fragen stellten wir uns vor Reisebeginn. Schnell wurde klar, dass wir nur wenige Dinge aus Deutschland mitnehmen würden, da wir sie während der Reise nicht transportieren wollten. Umso wichtiger ist die richtige Planung und die Recherche, denn wer am Geburtsort oder unterwegs nicht an essenzielle Dinge gelangt, sollte diese vor Reisebeginn zulegen und mitführen. Für uns war klar ,,am Ort der Geburt ist alles vom Schnuller, über Windeln, Textilien bis zum Fläschchen verfügbar.“ So planten wir nur den Teil mitzunehmen, welchen wir unterwegs nicht kaufen wollten oder schon zuvor benutzten. Dummerweise kam alles ganz anders. Vom geplanten Geburtsort – französisch Polynesien – mussten wir absehen, da die Coronapandemie in der Welt Einzug hielt. So blieben wir in Neuseeland und organisierten neu. Im Anhang findet ihr die Dinge, welche wir vor und während der Reise zugelegt haben.

Diese Dinge haben wir vor Reiseantritt mitgenommen bzw. bereits geschenkt bekommen:

  • Pflegeprodukte wie Massageöle, Cremes, Seifen etc., welche wir auch schon zu Hause benutzten
  • ein Tragetuch
  • eine selbst genähte Hose und eine selbst genähte Mütze
  • ein Babyhandtuch

Diese Dinge haben wir am Geburtsort gekauft:

  • eine Auswahl an verschiedenen Stramplern (je nach Angebot sind Mützen dazu erhältlich und im Preis mit inbegriffen)
  • 2 Paar Bodys mit langen Ärmeln 
  • 2 Paar Socken 
  • 2 Paar Schnuller
  • Windeln (Neugeborenenwindeln)
  • Feuchttücher 
  • 2 kleine Handtücher
  • 2 Trinkflaschen von Medela
  • nachdem Baby aus der neugeborenen Phase heraus gewachsen war, haben wir auf wiederverwendbare Stoffwindeln umgestellt und einen Satz bei clever wee fox gekauft

Diese Dinge benötigten wir, haben sie aber ausgeliehen oder zur Verfügung gestellt bekommen:

  • einen Neugeborenensitz für Autofahrten (ausgeliehen von ,,Baby on the move“ – ein Sitz für eine Autofahrt ist in Neuseeland Vorschrift)
  • ein Bett (gestellt von der Verwaltung unseres Apartments)
  • eine Decke aus Merinowolle und ein paar swaddle Tücher (geschenkt von einer sehr netten Dame)
  • Spucktücher! Unbedingt Spucktücher – die braucht man einfach für alles – ebenfalls geschenkt von der besagten netten Dame 🙂 

Sport während der Schwangerschaft bis zur Geburt

Solche Dinge wie Wandern oder Radfahren in mäßigem Tempo, Schwimmen oder Yoga, haben wir ohne Probleme gemacht und können wir daher empfehlen. 

An dieser Stelle verweisen wir auf die Downdog App, mit deren Hilfe wir noch wenige Tage vor der Geburt Schwangerschaftsyoga betrieben. Mit Downdog prenatal yoga, kann man verschiedene Arten des Schwangerschaftsyogas in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen betreiben. Über das Handy werden Videos und Erklärungen sichtbar und hörbar. Tempo, Schwierigkeit, Pause, Musik und Umfang der Erklärung kann je nach Bedürfnis eingestellt werden. Während der Work Outs mit der App ist aufgefallen, dass die Erläuterungen zur Atmung mit den Bewegungen so gut erklärt wurden, dass Bewegungen auf einmal Sinn ergaben. Nach einiger Zeit brauchte man immer weniger Erklärung und es funktionierte nahezu automatisch. Es ergab sich das Gefühl einer Symbiose aus ruhigen Erklärungen, Atmung und Musik. Was unsere Erfahrungen mit der App betrifft: ,,Zum ersten mal fühlte sich Yoga gut an. So gut, dass man sich nicht auf Abläufe zwischen Bewegung und Atmung konzentrieren musste, sondern den eigenen Körper bewusst wahrnehmen konnte.“ Es hat echt Spaß gemacht und wir nutzen Down Dog, auch nach der Schangerschaft noch viel.

Die Geburt im Ausland ...

zu realisieren bedarf ebenfalls einer großen und sorgfältigen Planung! Seid ihr interessiert?

im folgenden Link kommt ihr auf die Seite.