Endlos weiße Strände ...

findet man auf den Philippinen. Wer zum Relaxen gerne alleine ist muss hier allerdings danach suchen. Wollt ihr fernab des Trubels sein empfehlen wir euch El Nido.

 copyright_timetogo

Die Einreise und die ersten Tage

Wir sind in die Philippinen über die Hauptstadt Manila eingereist. Ein Visum mussten wir zuvor nicht beantragen. Wir haben direkt am Flughafen bei der Einreise einen Stempel im Reisepass bekommen und konnten somit 30 Tage im Land bleiben. Sollte man vorhaben länger auf den Philippinen zu bleiben muss man zuvor ein Visum für einen längeren Aufenthalt beantragen. In einem Hotel in der Nähe des Flughafens verbrachten wir die ersten beiden Tage und erkundeten den Stadtteil Pasay bevor wir weiter nach Coron reisten. Manila ist eine, unserer Meinung nach, typisch asiatische Millionenstadt. Allerdings ist der öffentliche Personennahverkehr nicht so gut erschlossen wie beispielsweise in Bangkok, weshalb alles mit Taxen oder den Jeepney´s realisiert wird. Das macht es aber nicht einfach sich in Manila zu bewegen. Die Stadt ist voll und unserem Empfinden nach unübersichtlich. Gerade mal eine Bahnlinie mit 20 Stationen bildet den öffentlichen Schienenverkehr ab. 

Manila

Der Großraum Manila setzt sich aus mehreren miteinander verschmolzenen Städten wie Makati und anderen zusammen, wodurch es uns als riesig erschien. Neben Pasay und dem Stadtteil Makati  lernten wir auch den inneren Stadtkern – Intramuros kennen in welchem die Historie des spanischen Einflusses stark zu erkennen ist. Manila bietet ein buntes Potpuri an Eindrücken von einem sehr geschichtsträchtigem Teil bis hin zur modernen Großstadt mit Hochhäusern und asiatischem Trubel. Da wir andere asiatische Großstädte kennen und bei der An- und Abreise jeweils ein paar Tage hier verbrachten, fassen wir Manila für uns folgendermaßen zusammen: 

Wir erwarten nicht, dass jeder über unseren Besuch erfreut ist. Was in Manila jedoch auffällig war, wir wurden zum ersten Mal nicht mit der uns bekannten asiatischen Freundlichkeit empfangen. Hier gibt es andere Probleme: nämlich massive Obdachlosigkeit, Kinderarmut, Menschen die wirklich auf betteln angewiesen sind und jene die sich daraus einen netten Nebenverdienst machen. Vielleicht gewinnt ihr auf eurer Reise einen anderen Eindruck. Dann lasst es uns bitte unbedingt unten in den Kommentaren wissen. Wir sind über jeden Hinweis dankbar. 

Coron

Ausgehend von Manila sind Inselgruppen mit dem Boot oder kleinen Inlandsflugzeugen gut zu erreichen. Das Netz ist sehr gut ausgebaut! So können wir euch Cebu – Airline empfehlen, welche günstige Flüge im Inland anbietet. Im weiteren Verlauf unserer Reise führte uns der Weg nach Coron, einem Ort in der Region Palawan. Hier hatten wir neben dem Erkunden der Landschaften, der Buchten und Strände vor zu schnorcheln und die einzigartige Unterwasserwelt zu sehen. Wir können euch empfehlen: „Organisiert euch einem Roller und fahrt den Küstenstreifen auf der Suche nach einem Strand entlang“. Diesen werdet ihr auch finden. Hierzu muss man ein wenig unwegsames Gelände durchqueren und kommt an heißen Thermalquellen vorbei. Die Besteigung des Mt. Tapyas ist eine gute Variante die umliegende Umgebung  von oben zu  betrachten und  eventuell  den Sonnenuntergang  zu  sehen. Wolltet  ihr fertige Tagesauflüge lieben  und  früh am 

Morgen abgeholt werden, um dann den ganzen Tag eine vorbereitete Tour mit zu machen, dann wird euch Coron gefallen. Alles hier ist in pauschalen Touren organisiert! Es gibt diverse Anbieter, welche euch an den Kayangan Lake, zum Barracuda Lake oder zum Eingang der Twin Lagoon bringen. Alles ist in einem festen Zeitrahmen, sodass man gerade ein paar Minuten oder maximal eine halbe Stunde hat sich die Buchten anzusehen. Also wählten wir keine dieser Touren aus, da uns sieben Anlaufpunkte innerhalb eines Tages als ziemlich viel erschien. So wählten wir eine der Touren mit drei Schnorchelspots und einem Strandaufenthalt aus. Neben einem Schiffswrack konnten wir auch an Riffkanten schnorcheln und haben Meeresschildkröten gesehen, welche im Wasser an uns vorbei glitten. Aber auch hier gibt es zahllose Anbieter, welche ziemlich genau zur gleichen Zeit am selben Ort sind, weshalb wir teilweise allein und teilweise zu „hunderten“ an Riffen waren. Wir sind ein wenig „Freiheitsliebender“ 

und kommen mit diesem „Gerüst“ nur bedingt klar, weshalb uns unser Weg mit der Fähre von Coron nach El Nido geführt hat. Das Terminal liegt direkt am Hafen in Coron und überall kann man Tickets für die Fähre erwerben. Es ist also kein Problem am Vortag eines der Tickets zu kaufen und dann am Folgetag früh auf das Boot zu steigen. Die Fahrtzeit nach El Nido beträgt ca drei bis vier Stunden und führt euch an vielen kleinen mit weißen Stränden gesäumten Inseln vorbei.  

El Nido

Mit der Fähre in El Nido ankommend, ist überall die grün bewachsene Lanschaft und das wunderschöne blaue klare Wasser zu bestaunen.  Nach einiger Suche hatten wir eine Unterkunft am Corong Corong Strand und auch hier bald einen Roller mit einem Tagesmietpreis von ein paar Euro gefunden. So starteten wir die Tage mit der Suche nach einem Frühstück und fuhren im Anschluss an andere Orte weiter. Neben dem Corong Corong Beach fanden wir auch den Caalan oder den Nacpan Beach. Die Atmosphäre erinnerte uns an andere asiatische Länder und die damit verbundene  Leichtigkeit des  Reisens. Neben  den Stränden  kann man auch  viele andere  Orte 

in dieser Landschaft bewundern! Hier ist es möglich sich einfach ein Kanu zu leihen und damit an die vorgelagerten Inseln zu fahren oder Buchten zu sehen ohne dafür eine pauschale Tour buchen zu müssen. Es gibt diverse preiswerte und saubere Unterkünfte, Restaurants, kleine Geschäfte oder Straßen- und Strandcafes, in welchen man sich niederlassen und El Nido kennen lernen kann. Sich einfach, im Rahmen der Möglichkeiten eines Landes oder einer Region, frei bewegen zu können und sich von Natur, Land, Kultur und Menschen umhauen zu lassen und dieses nicht unter Zeitdruck machen zu müssen ist eines der schönsten Dinge die wir für uns entdeckt haben. Dies kann man in El Nido leben! Dazu hier mal ein paar Ausschnitte aus unserem damaligen Reisetagebuch.

Auszug Polarsteps Reisetagebuch von 24.April 2019 ; 18:45 Uhr ; 31°C

Die Bilder sprechen für sich… denn 4 Stunden von 8:30 uhr an auf dem Boot ist ne Herausforderung, welche wir auf uns genommen haben, um in El Nido zu landen. Zu Fuß ging es zu unserer Unterkunft…so ca ne halbe Stunde laufen…

Hier haben wir erstmal n Reinfall erleben dürfen, da das Zimmer, welches wir gebucht hatten ganz und gar nicht so aussah, wie es online versprochen wurde. …wir haben auch mal bei booking angefragt ob es das Geld wieder gibt… war echt ne Zumutung… egal… improvisieren ist für uns kein Problem.

Also sind wir mit unseren Rucksäcken bepackt am Dienstag Mittag die Unterkünfte am Strand abgelaufen und haben viele Hotels, Hostels, Ressorts, Bungalows abgeklappert bis wir in einer kleinen Hütte fündig wurden, welche für uns mehr als ausreichend war. Hier verbrachten wir die Tage von früh an bis spät in die Nacht mit Seele baumeln lassen – direkt an verschiedenen Stränden wohlgemerkt. Die Bilder dazu könnt ihr ja sehen und ich denke die sprechen für sich ☺👌 direkt aus dem Zimmer fallen und am Strand liegen oder auf n Roller schwingen und über die unmöglichst zu befahrenden Feldwege fahren, um an einen abgelegenen Strand zu kommen an dem jede Palme, die dort steht deine eigene sein kann, sodass du dich nur drunter legen musst – einfach herrlich.

Mal nebenbei :
Frühstück, Mittag und Abendessen gibt’s in diversen kleinen Lädchen, Restaurants, Bars usw. ..alles was wir sehen und zunächst nach optischer Prüfung für GUT befinden …da fallen wir ein 😁
Der Umrechnungskurs für philippinische Pesos beträgt laut online Kreditkartenauszug 1 zu 75.
Heißt im Klartext : 100 € = 7.500 Pesos …
Ne Dose Coca Cola kostet je nach Verhandlung zwischen 50 und 70 Pesos😅 … „weißt de Bescheid“

Auf der kleinen Terasse dieser Hütte lagen von den Vorbesitzer oder Vorvorbesitzern noch Spielsachen, Brettspiele und eine Hose. Wir haben es die Tage liegen lassen. Da sich aber niemand um die Sachen bemüht und keiner angefragt hat, entschieden wir uns das Zeug an der Rezeption abzugeben.

Nun ja … mittlerweile ist es bei uns Donnerstag 18:35 Uhr … die kommenden Tage werden wir noch mit „strandeln“, Strände suchen und genießen verbringen und am Samstag früh wieder nach Coron zurück fahren … dann geht dort der Flieger zur nächsten Inselgruppe, welche wir erkunden werden … 😁

Malay - Boracay

Nachdem wir El Nido verlassen haben begaben wir uns auf den Weg zur nächsten Inselgruppe. Der Weg führte uns nach Malay. In der Vergangenheit ist der Insel Boracay – nördlich des Flughafens Caticlan „schlimmes widerfahren“. Neben dem Abfließen ungeklärter Abwässer oder der starken Umweltverschmutzung war Boracay durch den übermäßigen und dem rücksichtslosen Umgang an der Natur bekannt. Dies führte  dazu, dass die Regierung entschied, die Insel und  die umliegende  Natur vor dem  Untergang  zu bewahren. So  wurde

Boracay für Touristen geschlossen. Die Strände wurden gesäubert. Eine Infrastruktur für Müllentsorgung und Entwässerung von Abwässern wurde geschaffen und noch viele andere Maßnahmen eingeleitet, um die Insel dem ursprünglichen Zustand zurückzuführen. Angekommen am Flughafen ist die Insel nur mit einem shuttle und einer Fähre über den Jetty Port zu erreichen. Jeder Besucher wird hier registriert. Der größte Strand der Insel – der White Beach – ist wirklich wunderschön. Der Sand ist wie Mehl – puderweich! Das Wasser ist so klar, warm und hat einen so wunderschöne Farbverlauf das wir gar nicht mehr heraus wollten. Aber das fanden neben uns auch alle anderen Touristen. Es ist derart überlaufen, dass man Schwierigkeiten hat einen schattigen Platz zu finden. Wir gewannen den Eindruck alles wäre auf die Bedürfnisse vorwiegend asiatischer Touristen ausgerichtet. Die Geschäfte sind bunter, lauter, schriller – eine absolute Superlative! Am Nordende  der Insel  gibt es den  Puka Shell Beach.

Hier konnten wir neben der Ruhe auch einen weiteren Strand finden, an welchem wir unter Palmen liegen, baden und schnorcheln konnten. Auch hier war unser Plan sich mit einem Roller auf der Insel zu bewegen.  Allerdings ist alles sehr teuer. Ein Roller, welcher uns in El Nido 5 bis 9 Euro gekostet hat würde uns hier 40 Euro kosten. Also waren wir auf Transfers angewiesen, welche aber weniger überteuert sind und vom Verhandlungsgeschick abhängen. Obwohl wir den Puka Shell Beach gefunden und uns dort aufgehalten und sehr wohl gefühlt haben würden wir nicht nochmal nach Boracay reisen. „Hut ab“ an die philippinische Regierung, denn die strengen Regularien der Insel ermöglichen keine Art von Verschmutzung! Aber auch hier sind es für uns einfach zu viele Menschen auf zu wenig Raum. Um Strände zu sehen, Inselhopping zu betreiben und ruhigen Tourismus zu erfahren bieten die Philippinen andere Inselgruppen. Also verließen wir die Insel wieder über den Jetty Port und flogen über Manila zurück nach Deutschland.

Alles in allem hoffen wir ihr konntet euch anhand unserer Erfahrungen ein Bild erstellen. Wir können euch nur ans Herz legen eure eigenen Eindrücke auf eurer Reise zu gewinnen. Wir wünschen euch eine gute Reise.